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03-14 Haßloch, 30.05.2014


Der violette Erfolgszug ...

... rollt weiter: Ganz unauffällig, im strahlend-violetten Outfit, schlendert eine Fünf-Mann-Gruppe mit dunklen Sonnenbrillen, die spätere Siegerfarbe lässig über der Schulter - man hat das Gefühl, bei "Men in Violett" gelandet zu sein - zum Waagegebäude.

Dabei war es schon ein wenig vage, dem am Toto blinkenden Atoum'Re völlig frei von Zweifeln sein Vertrauen zu schenken, denn nicht nur einmal hatte dieser schon den blinkenden Toto und enttäuschte dann auf ganzer Linie. Doch das scheint nun dank jahrelangen Vertrauens der Besitzertrainerin Anika Daunheimer Geschichte zu sein, nachdem Atoum'Re schon in Zweibrücken gezeigt hatte, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist.

Die große Frage war: was hat die Armada von Regine Weißmeier dagegen zu setzen? Zwei Debutanten, eine noch nicht in Form gelaufene Distanzspezialistin und Myrtille de Jura mit Stalljockey Fabian Xaver Weißmeier im Sattel; letzteres war sicher der Grund, warum der Wetter sein zweites Vertrauen Myrtille schenkte. Und dann war da noch der Gast aus der Schweiz mit Top-Jockey Andre Best im Sattel, bei dem sich sicher jeder fragte, was kann DER? - Hätte es an diesem Tag eine Prämierung für das schönste Rennpferd von Haßloch gegeben, wäre der Rappe BC Nihal zweifelsfrei als souveräner Sieger hervorgegangen. Im Rennen selbst hatte der Debütant zu keiner Zeit einen Einfluss auf den Ausgang des Selbigen. - Außerdem waren da noch die zwei Pferde von Besitztrainerin Alexia Kolpondinou, die leider über den Aufgalopp nicht hinauskamen und an der Startstelle zurückgezogen wurden.

Und so marschierte Atoum'Re als bekannter Frontrunner unaufhaltsam mit 1-3 Längen vor dem Feld in gutem Tempo auf die Zielgerade. Eingangs der Geraden bekam er schnell Gesellschaft von der aus ungewohnter zweiter Position heraus mar-schierenden Lahischa D.A. (die nach diesem Rennen Freizeitpony der Geschäftsführerin der FUGARO werden sollte!), gefolgt vom den beiden Debutanten Neria El Samawi, der 3-jährigen Tochter des legendären Terach el Samawi, und der 4-jährigen Ainhoa Kerbina (Schwester zu Ainhoa Scratch, mehrfacher Sieger und zweimaliger Jahresbester in Deutschland). Badj'Allah, der bis dahin gut mitgehalten hatte, konnte dem steigenden Tempo nicht folgen und endete mit dem letzten Geldplatz als Sechster. Alle dachten nun, dass die zweite Favoritin, Myrtille de Jura, die lange 650-m-Gerade zur Attacke nutzen würde, doch diese blieb gänzlich aus und kam über den etwas enttäuschenden 5. Platz nicht hinaus, denn das Front-Quartett setzte sich etwas ab. Mitte der Geraden schien Atoum'Re von Lahischa D.A. gestellt, doch konterte er diesen Angriff und wehrte sogar die für Sekunden vorbei gezogene Neria El Samawi ab, die sich auf den letzten Metern dann auch noch von Lahischa D.A. geschlagen geben musste.

Sieg-Jockey Maxim Pecheur: "Endlich hat er mal dagegen gehalten und sein Vermögen voll eingesetzt. Ich war eingangs der Geraden noch nicht sicher, obwohl ich stets ein gutes Gefühl hatte. Aber das hatte ich auf ihm ja schön öfters. Ich bin davon überzeugt, dass der Knoten nun geplatzt ist und ich mit ihm noch ein paar Siege holen kann."

In Vertretung für den Sponsor dieses Rennens, den VZAP e.V., verteilte FUGARO-Geschäftsführerin Stephanie Mietke die Ehrenpreise und meinte etwas verschmitzt "Nach diesem Rennen muss ich wohl eine Nacht darüber schlafen, ob meine "Aischa" nicht doch besser weiterlaufen soll." - Schauen wir mal, ob sie beim nächsten Rennen am 19.06. in Frankfurt dabei ist.